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Eisenhüttenstadt (pm). Künstliche Intelligenz (KI) wird auch die öffentliche Verwaltung verändern. Die Stadt Eisenhüttenstadt möchte diese Entwicklung aktiv gestalten und gemeinsam mit der Universität Potsdam konkrete Einsatzmöglichkeiten für den Verwaltungsalltag erproben. Im Mittelpunkt steht zunächst die Entwicklung eines Prototyps für eine verwaltungsinterne Suchmaschine, die auf den eigenen Informationen und Dokumenten der Stadt basiert.
„Für uns stellt sich nicht die Frage, ob wir uns mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen, sondern wie wir sie sinnvoll und verantwortungsvoll für unsere Verwaltung nutzen können. Das habe ich bereits zu meinem Amtsantritt angekündigt. Jetzt gehen wir gemeinsam mit der Universität Potsdam den nächsten Schritt und wollen ganz konkret ausprobieren, was KI in unserem Verwaltungsalltag leisten kann“, sagt Bürgermeister Marko Henkel.
Der geplante Prototyp soll perspektivisch dabei helfen, Informationen innerhalb der Verwaltung schneller auffindbar zu machen. Als Grundlage dienen beispielsweise Dienstanweisungen, Konzepte oder Dienstvereinbarungen. Statt Informationen in unterschiedlichen Dokumenten, Ordnern oder Ablagen suchen zu müssen, soll eine intelligente Suchfunktion die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen, schnell die jeweils passende Information zu finden.
Ziel ist es, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und vorhandenes Wissen innerhalb der Verwaltung besser zugänglich zu machen. Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels und des damit verbundenen Risikos, dass mit dem Ausscheiden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch wertvolles Erfahrungswissen verloren geht, sieht die Stadt darin einen wichtigen Ansatz.
Daher soll das Projekt zugleich zeigen, welche Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz von KI in der Verwaltung notwendig sind. Denn die Qualität der Ergebnisse hängt wesentlich davon ab, wie gut die zugrunde liegenden Informationen strukturiert, aktuell und zugänglich sind. Die Erprobung der KI ist damit auch eine Gelegenheit, bestehendes Verwaltungswissen zu überprüfen und besser zu organisieren. Mit der Zusammenarbeit der Universität Potsdam setzt die Stadt Eisenhüttenstadt auf einen praxisorientierten und zugleich wissenschaftlich begleiteten Ansatz.
Foto: han |