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Kultur:
Wenn das Ex-Gasthaus zum Ballsaal wird





Eisenhüttenstadt (han). Fastnacht in Schönfließ ist immer wieder ein gesellschaftlicher Höhepunkt und zieht nicht nur das närrische Volk an. Auch viele, die nur mal Feiern wollen sind dabei und so war die Turnhalle am Samstag auch restlos ausverkauft. „Schon am Vortag war das so, als wir zur Weiberfastnacht eingeladen haben“, erzählt der Vorsitzende des Schönfließer Heimatvereines Christian Prengemann und ergänzt: „Bei der Weiberfastnacht hatten wir schon rund 130 Gäste in unserem Ballsaal.“
Während sich der Saal so allmählich füllt, bleibt Zeit um so über dies und das zu sprechen, zum Beispiel, dass am vergangenen Wochenende die 35. Fastnacht der „Neuzeit“ gefeiert wurde. Der leider schon verstorbene Uwe Hennlein erinnerte vor einigen Jahren an ein buntes Fastnachtsleben weit vorher und erzählte, dass es Bilder von 1937 gibt, auf denen schon das Fastnachtstreiben festgehalten wurde. Nachdem das im Krieg eingeschlafen war, lebten die Bräuche in den 1950er Jahren wieder auf und gefeiert wurde im Gasthaus „Zur Sonne“, später in der „Guten Quelle“ und seit der Wende in dieser Turnhalle, die immer in den Winterferien zum Fastnachtsballsaal umgebaut wird. Christian Prengemann ergänzt die Geschichte: „Die Weiberfastnacht gibt es in Schönfließ laut einem Bergmannsprotokollbuch schon seit 120 Jahren und auch diese Tradition ist erhalten geblieben und gehört zum festen Programm der Schönfließer Fastnacht.“
Und so war auch in diesem Jahr der Ballsaal nicht nur zur Kinder- und zur Weiberfastnacht sondern auch am Samstag mit 160 Karten restlos ausverkauft. Liebe Gäste waren übrigens auch die Mitglieder des Heimatvereines Treppeln, zu denen die Schönfließer schon seit Jahren gute Beziehungen pflegen und die selbst auf eine 130jährige Fastnachtstradition zurückblicken können.
Mit Büttenrede, dem 30jährigen „Urus mombasa“ und den Zamperergebnissen begann mit dem Schlachtruf: „In Schönfließ spielt man wilde Sau- hellau, hellau, hellau!“.“ ein unvergesslicher Abend mit Frohsinn, Tanz und guter Laune, kulinarisch begleitet von Julia und Maik und ihrem Team von 1220. Musikalisch führte DJ Ejay (gesprochen: Itschä) durch den Abend.
Doch nicht nur beim Fastnachtstreiben hat sich der Schönfließer Heimatverein einen guten Ruf gemacht. Neben dem 35. Geburtstag stehen für die 128 Mitglieder unter anderem die Vorbereitungen für den Maitanz an, der in diesem Jahr erstmals mit der Grundschule durchgeführt wird. Hinzu kommt die Unterstützung für die Prostata-Krebshilfe. Für Männer, die sich 14 Tage nicht rasieren, gibt es pro Bart eine Spende von zehn Euro. Ansonsten werden natürlich die KiTa Kunderbunt und die Grundschule schon seit Jahren unterstützt. Vereinsfahrten, Oster- und Weihnachtsfeiern bereichern das Vereinsleben zusätzlich.
Doch zurück zur Fastnacht: Wer am Sonntag gegen 11.00 Uhr schon wieder stehen konnte, durfte den Ballsaal mit reinigen, um ab 15.00 Uhr bei der Vorbereitung der Kreschke dabei zu sein. Denn die zusammen gezamperten 848 Eier, 72 Gläser Gurken, 18 Salamis und vieles andere sollte ab 18.00 Uhr allen die beim Zampern dabei waren schmecken und mit 17 Flaschen Schnaps, 14 Flaschen Sekt, 15 Flaschen Wein verdünnt werden, um nur einige Angaben zu machen. Übrigens wurde erstmals „Zampern 2.0“ durchgeführt, ohne Kapelle, dafür mit Musik vom Laptop. Zum Ausfegen des Ballhauses bzw. der Turnhalle gab es bei dieser Geschichte sogar einen Besen dazu.

Fotos: han

Eingetragen am 08.02.2026 um 20:47 Uhr.
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