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Politik:
Geschichte schreiben!


aufstehen (pm). Die Bundestagswahl im September wirft bereits ihre Schatten voraus. Doch Politik ist kein Alleinbesitz der Berufspolitiker. Politik ist, was wir, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, gemeinsam daraus machen. Wir alle haben die Kraft dazu. Zu oft schon wurde an der Mehrheit der Bürger vorbei regiert. Es ist Zeit, die Sache in unsere eigenen Hände zu nehmen. Aufstehen – und zusammen ein neues Kapitel der Demokratie schreiben. Es beginnt im März 2021. Mehr folgt in Kürze ...

Wo wir schon mal über Positives sprechen: Amazon ist klasse! Also natürlich nicht Jeff Bezos, der milliardenschwere Chef des Unternehmens, und auch nicht sein Führungsstil. Sondern die mutigen Amazon-Mitarbeiter in Bessemer im US-Bundesstaat Alabama, die derzeit ein weltweites Signal aussenden, was die Kleinen erreichen können, wenn sie zusammenstehen. Und die damit womöglich Geschichte schreiben.
Mehr als 800.000 Mitarbeiter hat Amazon in den USA. Weil der Konzern es ausdrücklich so wünscht, ist keiner von ihnen gewerkschaftlich organisiert. Die Angestellten in Bessemer könnten dies nun ändern. Sie hatten die Nase voll davon, ausgebeutet zu werden und von ihrem Arbeitgeber immer nur die kalte Schulter zu sehen, wenn es um ihre Rechte oder anständigen Lohn ging. Erst waren sie nur ein paar wenige, fast im Geheimen, die das nicht länger hinnahmen. Inzwischen hat sich schon eine ganze Reihe von ihren Kollegen entschlossen, mitzumachen, sich zu organisieren und Widerstände zu überwinden: Jetzt erheben sie öffentlich ihre Stimme, formulieren Forderungen – und lenken schon nach kurzer Zeit Aufmerksamkeit und Sympathie aus dem ganzen Land auf sich. Joe Biden twittert Ermutigungen, Bernie Sanders schickt ihnen Pizza. Gar nicht schmecken dürfte das ihrem Arbeitgeber, der mit hysterischer Antigewerkschaftspropaganda (als Aushang sogar auf den Toiletten) reagiert. Er ahnt, dass die Bewegung weitere Kreise ziehen und es diesmal nicht gut für ihn ausgehen dürfte.
Die Aktion könnte Wellen schlagen bis über den Großen Teich. Die Botschaft aus Alabama lautet: Der Kampf für mehr Gehalt und bessere Arbeitsrechte lohnt sich, selbst wenn der Gegner gigantisch scheint! Auch in Deutschland ist Amazon bisher nicht gerade als vorbildlicher Arbeitgeber aufgefallen. Tarifverträge werden generell abgelehnt, Mitarbeiter werden systematisch gegeneinander ausgespielt, von Videokameras überwacht und von digitalen Produktivitätsmessungen getrieben. Auffällig klein sind derweil die Steuern, die der Riesenkonzern zahlt.
Einfach sind die Kämpfe gegen solche Verhältnisse nicht. Aber wichtig und überlebensnotwendig. Im Gespräch und in Aktion mit anderen zeigt sich, dass Politik nicht das sein muss, was einige wenige durchsetzen. Die Amazon-Arbeiter von Alabama beweisen: Der Kampf von David gegen Goliath ist noch nicht entschieden.
Und das Versandunternehmen Amazon ist kein Einzelfall. Zunehmend diktieren globale Techkonzerne demokratisch gewählten Regierungen die Bedingungen. Warum wird die Bundesregierung hier nicht tätig, fragt Aufsteherin Julia sich und Sahra Wagenknecht. Sieh hier eine neue Folge von unserem interaktiven Videoformat „Frag Sahra!“

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Eingetragen am 15.02.2021 um 05:19 Uhr.
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