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Ratgeber:
Wenn das Herz aus dem Takt gerät




Eisenhüttenstadt (han). Zum 14. Mal gab es im Eisenhüttenstädter Krankenhaus Vorträge im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung. „Herz außer Takt“ hieß in diese Jahr die große Überschrift und so gingen Chefarzt Dr. med. Matthias Kretzschmar sowie die Oberärzte Dr. med. Andrea Fürstenau und Dr. med. Dirk Henck auf Ursachen, Symptome, Diagnostik und Therapie von Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörungen ein. Mit Fragestellungen, wie: „Was können Medikamente erreichen?“, „Was kann Kardioversion?“, „Kathedereingriff als Therapie (Ablation): Für welche Patienten?“ und „Mit welchen Erfolgen? Mit welchen Risisken?“ führte das Eisenhüttenstädter Expertenteam durch die Veranstaltung.

Viele der Anwesenden im vollbesetzten Festsaal des Krankenhauses sind selbst Betroffene von Herzkrankheiten und nicht wenige kennen das Problem, wenn das Herz arhythmisch schlägt. „Es gibt Menschen, die merken das gar nicht, andere wiederum haben dabei arge Probleme“, berichtete Oberärztin Dr. med. Andrea Fürstenau aus ihrer klinischen Praxis und verwieß vor allem auf die erhöhte Schlaganfallgefahr durch Gerinselbildung (Tromben) im Vorhofohr, die dann ins Gehrin gelangen können. Deshalb nahmen auch die Blutgerinnungshemmer einen breiten Raum der Veranstaltung ein, um derartiges zu verhindern. Die Einnahme verordnet immer der Arzt.
Doch zurück zu den Ursachen: Diese können hoher Blutdruck (70%!), Übergewicht, koronare Herzerkrankungen, Herzschwäche, Diabetes, Schilddrüsenentzündungen, obstruktives Schlafapnoesyndrom, chronische Nierenerkrankungen und andere sein. Rauchen und zu viel Alkohol, viel Koffeingenuß, Schlafmangel und zu viel Streß zählen ebenfalls zu den Risikofaktoren. Eines der Hauptmerkmale ist jedoch das Alter. Etwa 35 Prozent der Erkrankten sind über 80 Jahre alt.
Eigene Blutdruckmessungen mit Geräten die Arhythmie anzeigen oder auch die Messung am Handgelenk können erste Aufschlüsse darüber geben, ob Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus vorliegen. Wer „Herzstolpern“ oder andere Symptome wie Druckgefühle im Brustkorb, Angst, Atemnot, Schweißausbruch und Schwindelgefühl verspürt sollte unbedingt den Arzt aufsuchen. Die Therapien können dann von der medikamentösen Einstellung bis hin zu Kathedereingriffen erfolgen. Das Spezialistenteam im Eisenhüttenstädter Krankenhaus ist bestens auf die Behandlungen eingestellt und hat vielen der Anwesenden schon zu fast „normaler“ Lebensqualität verhelfen können und empfiehlt immer wieder (Ausdauer-)Bewegungen durchzuführen und weitere positive Ansätze wie das Rauchen zu unterlassen, auf Alkohol zu verzichten, gesunde Ernährung und Streßabbau in Angriff zu nehmen. Unterstützend wirkt hier die enge Zusammenarbeit mit den begleitenden Herzsportaktivitäten von Trainerin Ilona Golm. Gemeinsam mit dem Ärzteteam um Dr. med. Matthias Kretzschmar wurde vor Jahren der Gedanke dieses Therapieansatzes geboren und aus anfangs wenigen Leuten sind heute fünf Herzsportgruppen geworden.
Für diese Zusammenarbeit bedankte sich Ilona Golm, die auch während der Vorträge mit kleinen Übungen zur Auflockerung beitrug. Der Blumenstrauß war auch ein symbolischer Dank der Betroffenen für die Arbeit der Eisenhüttenstädter Ärzte, die sich bei diesen mit einer lautstarken „Rakete“ bedankten. Das Engagement der Ärzte für die Deutsche Herzstiftung ist übrigens ehrenamtlich.

Fotos: han

Eingetragen am 01.12.2018 um 05:53 Uhr.
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