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Auf Fischzug im Schwerzkoer Mühlenteich  





Schwerzko (han). Schlammbespritze Freizeitfischer, lange Warteschlangen und zappelnder Fisch sind das alljährliche Herbstschauspiel am Schwerzkoer Mühlenteich. Nicht nur die interessierten Zuschauer sind neugierig auf Erträge und ein alljährlich wiederkehrendes Schauspiel.
 
Es ist noch dunkel an diesem Samstagvormittag, als sich die Mitglieder des Fischerei- und Naturschutzvereines Dorchesee e.V. um Andreas Voigt mit ihren Helfern treffen. „Zum Glück hat es aufgehört zu regnen“, lässt sich der Vorsitzende Andreas Voigt vernehmen, bevor er die Männer in die nächsten Aufgaben einweist. Der Wasserspiegel des Mühlenteiches muss gesenkt werden. Zwei Mann fahren mit dem Angelkahn los und entfernen Bretter vom Mönch. So wird der Überlauf des Sees genannt. Wieder andere ordnen Eimer, Plastebottiche, Rutsche und legen das Netz bereit. Auf der Dammkorne entsteht eine Verkaufsstrecke mit Fischbecken, Wage und Kasse, gleich daneben die Schlachtebank. Die ersten Leute kommen. „Ihr müsst Euch schon noch etwas gedulden, der Wasserstand ist noch zu hoch“, ist von der Teichseite aus zu hören. Während das Wasser kontrolliert ins Tal rauscht, haben die Frauen der Vereinsmitglieder den Stand mit belegten Brötchen und Kaffee aufgebaut. Der Grill ist heiß und der Duft von Bratwürsten zieht durch das Dorchetal.
Immer mehr Schaulustige kommen,, zum Teil bewaffnet mit Eimern und Körben und so langsam bildet sich eine lange Schlange. „Hoffentlich fangen die bald an!“, ist aus der Reihe zu hören. Doch noch ist der Wasserstand zu hoch. Dann endlich ist es soweit: Das Netz wird in einem Oval ausgelegt und je enger es gezogen wird, umso mehr brodelt es darin. Das Wasser scheint zu kochen. Glänzende Fischrücken werden sichtbar, vor allem die kapitaler Karpfen. In Ufernähe machen sich die Männer bereit die Fische auf die Rutsche zu legen, in die bereitstehenden Behältnisse zu sortieren und in die Schwimmbecken beim Verkauf zu geben. Schmutz und Schlamm spritzen auf. Verzweifelt wehren sich die Fische, die in ihrem eigentlichen Element bleiben wollen. Manch einem gelingt noch einmal der Sprung in die Freiheit. Der größte Teil endet aber in den Schwimmbecken. „Das war ein guter erster Fischzug“, zeigt sich Ingo Schwerz aus Eisenhüttenstadt sehr zufrieden, während er im Kescher Karpfen hat, die gleich auf die Waage wandern werden. Andreas Voigt hat etwas später erste Zahlen bereit: „Das waren eine gute Tonnen Fisch, die wir hier raus geholt haben, vor allem Karpfen und Hechte. Weißfische sind in diesem Jahr keine dabei, die müssen wir erst wieder nachsetzen.“
Da im vergangenen Winter mit hundert prozentiger Förderung des Landes mit Hilfe von EU-Mitteln in Höhe von rund 165.000 Euro der Staudamm neu gebaut und Biber sicher gemacht wurde, mussten im Herbst 2014 alle Fische raus und wurden umgesetzt nach Krayne. Diese wurden im Frühjahr von den Hobbyfischern des Schwerzkoer Vereines zurück geholt und mit etwa 800 Kilogramm Neubesatz aufgefüllt. Der Altbestand entsprach etwa der Menge des ersten Fischzuges.
„Es ist ein echtes Erlebnis, hier dabei zu sein“, freut sich Olaf Behlert aus Meiningen. „Ich besuche hier seit fünf Jahren zu dieser Zeit meinen ehemaligen Armeekumpel und mach mit“, ergänzt er, bevor er sich mit einem kapitalen Hecht von 4,7 Kilogramm an Ramona Gaul aus Neuzelle wendet. „Ja, den nehme ich und gleich noch einen Karpfen dazu“, ruft sie, bezahlt und lässt den Fisch durch erfahrenen Hände aufbereiten. „So frisch, wie hier und so günstig bekomme ich den nirgendwo anders“, schwärmt sie und spricht damit hunderten anderen Wartenden aus der Seele.

Fotos: han

Eingetragen am 19.10.2015 um 07:08 Uhr.
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